27.08.2019

Von der Lehre zur eigenen Firma

Im Interview mit Kathrin Schefer, Innenarchitektin und Mitinhaberin, Spring Concepts GmbH, Zürich

Frau Schefer, welchen Stellenwert hat die Ausbildung an der GLAESER Jungschreiner-Akademie (GJA) für Sie?
GLAESER ist eine sehr bekannte Firma, was mir beruflich sehr zunutzen kam. Von Unternehmen, bei denen ich mich später in Zürich vorstellte, habe ich durchwegs eine sehr positive Resonanz auf meine Ausbildung bei GLAESER erhalten. Durch den guten Ruf des Unternehmens und der damit verbundenen guten Ausbildung sind mir sicherlich einige Türen geöffnet worden.

Wie beurteilen Sie die Veränderungen in der Schreinerbranche?
Als gelernte Innenausbauzeichnerin bin ich bei unseren Innenarchitekturprojekten immer massgebend bei der Entwicklung von kundenspezifisch geschreinerten Möbeln involviert. Da ich die direkte Zusammenarbeit mit kompetenten Schreinern und Schreinerinnen sehr schätze, sind wir auch immer darauf bedacht, unserer Kundschaft die Berücksichtigung von Schweizer Schreinerbetrieben zu empfehlen. 
In den vergangenen Jahren habe ich jedoch leider vermehrt beobachtet, dass die Schweizer Schreinereien bei vielen Projekten, vor allem bei grösseren gewerblichen Objekten, immer häufiger Konkurrenz aus dem Ausland bekommen, wobei sie bei den ausländischen Preisen kaum mithalten können. Zudem setzen sich die Schweizer Unternehmen auch untereinander immer mehr unter Druck, indem sie die fertig produzierte Ware in Nachbarländern einkaufen und preiswerter in der Schweiz anbieten. Durch diesen Preisdruck befürchte ich in Zukunft einen Qualitätsverlust der Ware wie leider auch eine vermehrte Produktionsverlagerung ins Ausland.

Welche Chancen sehen Sie in diesem Umfeld?
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und eine Verbesserung des Preisniveaus zu erreichen, müssen die Schreinerinnen und Schreiner und ihr Fachwissen noch mehr in die Planung und Beratung des Architektur- bzw. Innenarchitekturbüros miteinbezogen werden. Ihre Erfahrung in der Möbelfertigung und ihr Wissen zu den neuesten Materialien und Möglichkeiten, direkt bei der Planung zu berücksichtigen, würde die Kundschaft positiv beeindrucken. Zudem führt eine engere Zusammenarbeit dazu, dass eine Schreinerei in der Offertphase ausdrücklich empfohlen wird.Durch vermehrte Empfehlungen entsteht wiederum ein geringerer Preisdruck, da Schreinerbetriebe mit ihresgleichen verglichen werden. 
Um das Qualitäts- und Preisniveau langfristig zu halten, ist deshalb meiner Meinung nach Innovation und Know-how ausschlaggebend. Dies wiederum setzt eine gute Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden durch die Unternehmen voraus.

An was können Sie sich ganz besonders erinnern aus der Lehrzeit bei GLAESER?
Ich kann mich besonders daran erinnern, mit tollen Menschen bei GLAESER zusammengearbeitet zu haben. Es war schön, in einem kompetenten und hilfsbereiten Team aufgenommen zu werden. Auch habe ich es sehr geschätzt, dass eine grosse Anzahl Lernende und verschiedene Berufe bei GLAESER zusammenkommen. Dadurch fand ein spannender Austausch statt, der für die Ausbildung als auch im Beruf sehr hilfreich war. 

Was spricht aus Ihrer persönlichen Sicht dafür, eine Lehre an der GLAESER Jungschreiner-Akademie zu machen?
Durch die Bekanntheit und den guten Ruf von GLAESER werden sich beruflich viele Türen öffnen. Zudem ist die Möglichkeit, als Innenausbauzeichner/in die Arbeitsvorbereitung wie auch die Projektplanung und den Produktionsbetrieb kennenzulernen, ein grosser Vorteil im Verständnis für alle Abläufe. 

 

Weitere Interivews zu 10 Jahren Jungschreiner-Akademie finden Sie im G-Style 17.

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