Exzellenz beginnt mit Vertrauen

Vertrauen in den Nachwuchs
  • IDA14

    Architektur

  • 2021

    Fertigstellung

  • GLAESER AG

    Innenausbau

  • G-Style Nr. 20

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An einem ganz besonders schwierigen Auftrag zu arbeiten und über sich selbst hinauszuwachsen, ist das Highlight jeder Berufsausbildung. Dieses Zürcher Einfamilienhaus im Heimatstil der 1920er Jahre wurde sorgsam renoviert. IDA14 zeichnete verantwortlich für Konzept und Design. Die Lernenden der GLAESER Jungschreiner Akademie realisierten die anspruchsvollen Einbaumöbel – von der Massaufnahme bis zur Montage. Ein Erfolg, der lange in Erinnerung bleibt, wie die Interviews mit Nimue Pfister und Noel Keusch zeigen.

Absolventin der GLAESER Jungschreiner-Akademie

«Am meisten Spass machten mir ein Sideboard samt Kühlschrank und das Tüfteln am TV-Lift.»

Interview mit unserer Jungschreiner-Akademie

GLAESER

Nimue, was waren deine Gedanken, als ihr den Auftrag erhalten habt?

Nimue

Den Auftrag bekamen wir in der Zeit, als ich an einem Lehrlingswettbewerb mitgemacht hatte, an dem ich ausserhalb der normalen Arbeitszeit arbeitete. Natürlich war es mir eine Ehre, auch an diesem Projekt mitzuarbeiten und damit das Team zu unterstützen.

GLAESER

Nenne uns bitte ein Beispiel, wo es besonders knifflig war, eine Lösung zu finden.

Nimue

Im Schlafzimmer war ein Einbaumöbel mit TV-Lift geplant, an dessen Konstruktion ich arbeiten durfte. Jonas und ich haben einige Ideen für die Stabilität erarbeitet. Der Lift an sich war sehr
speziell und brachte viel Spiel in den ganzen Aufbau. Dafür eine exakte Arbeit zu erbringen, war anspruchsvoll.

GLAESER

Welche Arbeiten hast du ausgeführt und was hast du dabei gelernt?

Nimue

Ich habe die Maschinenarbeiten für die Wandverkleidungen mit teilweise sehr verspielten Details ausgeführt, ebenso einige Schleifarbeiten. Am meisten Spass machte mir ein Sideboard mit integriertem Kühlschrank und die ganze Möbelausstattung einer Wand im Schlafzimmer. Da konnte ich sehr viel lernen, etwa bei der Montage des Kühlschranks. Dass dieser nicht für die Küche gedacht war, ist aussergewöhnlich.

GLAESER

Was hältst du davon, dass solch anspruchsvolle Aufträge in der Jungschreiner-Akademie ausgeführt werden?

Niume

So einen Auftrag auszuführen, hat einen enormen Lerneffekt. Damit der Auftrag gelingt, braucht es viel Unterstützung und eine gute Zusammenarbeit zwischen Lernenden, Ausbildner und GLAESER-Team.

GLAESER

Anouck de Voogd, was hat Sie dazu bewogen, Ausbilderin zu werden?

Anouck de Voogd

Hauptsächlich zwei Erlebnisse. Zum einen war das mein eigener Schnuppertag, bei dem ich von einem sehr motivierten Schreiner betreut wurde. Seine Begeisterung steckte mich an und ich dachte mir: Ich will auch Schreinerin werden. Der andere Beweggrund ist mein langjähriges Engagement im Basler Quartier Circus Bruederholz. Dort war es normal, dass wir das Gelernte an Jüngere weitergeben. Meine Domäne war das Kunstrad.

GLAESER

Welches Motto haben Sie als Ausbildnerin der Jungschreiner-Akademie?

Anouck de Voogd

Ich möchte in den Lernenden die gleiche Begeisterung wecken, die ich damals bei diesem Schnuppertag erlebt habe. Wenn ich ihnen nebst allem technischen Know-how eine positive Grundeinstellung und Spass am Beruf vermitteln kann, dann habe ich mein Ziel erreicht. Als erste Ausbildnerin bei GLAESER kann ich jungen Frauen auch signalisieren: Hey, Schreinerin wäre doch ein Beruf für dich, du packst das, ich glaube an dich.

GLAESER

Sie waren ein Jahr in Neuseeland berufstätig – was haben Sie dabei gelernt?

Anouck de Voogd

Dass es immer mehrere Wege gibt, die zum Ziel führen. Man spürt, dass das Land im Vergleich zum eng vernetzten Europa wegen der geografischen Lage eher abgeschieden ist. In Neuseeland muss alles aufwendig per Schiff oder Flugzeug beschafft werden. Die Anlagen sind etwas älter, weshalb man als Schreinerin auch eine gewisse Flexibilität brauchte, um eine Aufgabe zu lösen.

GLAESER

Inwiefern wird Ihr beruflicher Hintergrund als CNC-Programmiererin Ihrer jetzigen Funktion zugute kommen?

Anouck de Voogd

Technologie auch im Betrieb anzuwenden. Sie lernen, die Maschine so zu programmieren, dass ein Teil nur einmal aufgelegt werden muss. Alle Arbeitsschritte wie Reihenlochbohrung, Verbindungen oder das Fräsen für die Beschläge muss in einem Durchgang erfolgen. Ich kann ihnen dabei zeigen, worauf es besonders ankommt. Insgesamt bringe ich ein breites Fachwissen aus dem Maschinenund Bankraum mit.

GLAESER

Was zeichnet die GLAESER Jungschreiner-Akademie generell oder im Besonderen aus?

Anouck de Voogd

Wir bieten unseren Lernenden den idealen Rahmen für selbstständiges Arbeiten. Schon im ersten Lehrjahr bekommen sie kleine Aufträge, die sie selber erledigen können. Bei uns arbeiten die angehenden Schreiner:innen gemeinsam in einer eigenen kleinen Bankschreinerei-Werkstatt. Dieses Setting ermöglicht mir einen guten Überblick, und bei Fehlern oder besonders guten Leistungen kann ich direkt Feedback geben.

Die Lernenden sind sehr früh in der Lage, selber abzuwägen, wann ihre Vorgehensweise richtig ist und wann sie besser nochmal nachfragen. So zu arbeiten und stetig an sich zu wachsen, bereitet allen grosse Freude. In der Akademie werden sie zu Schreinern und Schreinerinnen mit breitem Fachwissen und viel Praxiserfahrung ausgebildet. Die beste Voraussetzung, um in der Berufswelt Fuss zu fassen.

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